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TGV: Der französische Hochgeschwindigkeitsszug

30 Jahre TGV

Train à grande vitesse, kurz TGV (deutsch: „Zug mit großer Geschwindigkeit", Hochgeschwindigkeitszug), ist ein französisches Hochgeschwindigkeitskonzept auf Rad-Schiene-Basis. Die TGV-Züge sowie deren Geschwisterzüge Thalys und Eurostar verkehren außer in Frankreich auch in Deutschland, in der Schweiz, in Italien, in Belgien, in den Niederlanden, in Großbritannien, in Luxemburg sowie seit Dezember 2010 in Spanien (ab 2012 direkte Züge von Frankreich und Deutschland nach Barcelona).

 

Die Höchstgeschwindigkeit im Regelbetrieb beträgt, je nach Strecke, bis zu 320 km/h. Geschwindigkeiten dieser Größenordnung lassen sich in aller Regel nur auf eigens dafür errichteten Schnellfahrstrecken erreichen. Die Gesamtlänge dieser lignes à grande vitesse (LGV) beträgt rund 1540 km. Die erste wurde 1981 zwischen Paris und Lyon eröffnet und erwies sich umgehend als großer kommerzieller Erfolg. In den ersten fünf Betriebsjahren wurden 60 Millionen Passagiere zwischen 37 Städten befördert, bei einem durchschnittlichen Marktanteil auf den entsprechenden Relationen von 57 %.[2] Zwischen den angebundenen Städten haben die Reisen per TGV aufgrund der Zeitersparnis die Flugreisen weitgehend verdrängt. Mit Ausnahme einiger Postzüge zwischen Paris, Lyon und Marseille ist TGV ausschließlich ein Angebot für Passagiere.

Bis dato wurden etwa 30 Milliarden Euro in das TGV-System investiert. Die TGV-Flotte umfasst 465 Garnituren. Die verschiedenen TGV-Zugmodelle wurden bzw. werden von GEC-Alsthom (heute Alstom) entwickelt und hergestellt.

 

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