Hermann Knoflacher zum Thema Bahn contra LKWThema Bahn contra LKW BAHNORAMA TV hat erstmals den großen Querdenker der österreichischen Verkehrsplanung, Univ.Prof. Dr. Hermann Knoflacher (TU Wien) vor die Kamera gebeten. In Zeiten knapper werdender Ressourcen, ständig steigender CO2 Emmission und vollkommen verstopfter Strassen beweisen seine Aussagen mehr denn je Richtigkeit.
Auf insgesamt 7 brisante Fragen hat Hermann Knoflacher Mag. Nikolaus Eder Antworten gegeben.
Hermann Knoflacher studierte Bauingenieurwesen, Vermessungswesen und Mathematik an der TU Wien. Er ist seit 1975 Professor an der Technischen Universität Wien und seit 1985 Vorstand des Instituts für Verkehrsplanung und -technik. Seine Lehrschwerpunkte sind Raum- und Stadtplanung sowie Einflüsse der Mobilität. Seine Thesen stellen einen wesentlichen Beitrag zum Konzept der Sanften Mobilität dar. Seit 2004 ist Knoflacher Präsident des Club of Vienna. Außerdem ist er Mitglied des Club of Budapest und globaler Fußgehervertreter der Vereinten Nationen. Seit 2004 ist Knoflacher auch Vorsitzender des Fahrgastbeirats der Wiener Linien.
Bekannt ist Knoflacher für seine Kritik am Automobil und seinen Folgen für die Umwelt des Menschen. Das Auto ist für Knoflacher „wie ein Virus": „Wir ziehen uns mehr oder weniger freiwillig in abgedichtete Häuser mit Lärmschutzfenstern zurück, um den Außenraum dem Krach, dem Staub und den Abgasen der Autos zu überlassen".
Um die Problematik unseres Verkehrswesens aufzuzeigen, entwickelte er 1975 das Konzept des Gehzeugs. Dabei handelt es sich um einen Holzrahmen, den sich Fußgänger umhängen können, um dieselbe Fläche wie PKW-Fahrer in Anspruch zu nehmen. Es wird vor allem in Österreich in Demonstrationen gegen den Autoverkehr eingesetzt und verbildlicht die auch von Knoflacher formulierte Kritik an der Irrationalität des Straßenverkehrs, vor allem des städtischen, und an dessen relativ hohem Platzbedarf. | |